Der Hamburger Songwriter Kay Fischer bringt mit seiner Band Kaysa sein erstes Album in die Läden. „Auf Feuerbue“ - die liebevolle Wortschöpfung mit Bezug auf den Ort, an dem aufgenommen wurde, beschreibt mit zwei einfachen Worten, was uns erwartet: Das Album erzählt voller Leidenschaft vom Land und von der Stadt und dem Weg von einem ins andere.
Gesungen wird natürlich auch über die Liebe, auch gern über die fehlende, aber immer hoffnungsvolle. „Liebes Leben, wirst Du mir Liebe geben, sie fehlt“, aber auch „Heut morgen bin ich aufgewacht in einer Welt - mit Dir“. Verpackt ist das ganze in Folk-Pop mit interessanten Country-Anleihen, was mitunter tatsächlich an Nick Drake oder Rufus Wainwright erinnert.
Die ausgereiften Songs werden erstklassig arrangiert und untermalt von der Band aus Ingmar Rehberg, Eva Bardehle, Lars Watermann und Tom Hauser, die mit diesem Projekt nicht nur zu ihren musikalischen Wurzeln zurückkehren. Auf der Suche nach Heimat sind die Musiker zu Besuch dort, wo sie vor vielen Jahren aufgebrochen sind. Dort wird aus Leidenschaft getrunken in der Dorfkneipe am Eck, im nächsten Moment bringt der Schritt nach draußen in die unverbaute Natur einen wunderbar rauen Sound, der einem den Kopf frei bläst. Vollendet ist aber alles erst dann, wenn sich drinnen die warme Kaminluft zu einem wohligen Gefühl ausbreitet und der kalte Wind auf der anderen Seite des Fensters in der ländlichen Szenerie verweht. „Die Bäume die leuchten, mein Herz ist jetzt frei“.